Ob Sie Windräder mögen, Photovoltaik doof finden oder kein Elektroauto fahren möchten, Deutschland muss seine Co2-Emissionen weiter reduzieren. Das Endziel ist die Klimaneutralität 2045, aber schon vorher müssen gewaltige Reduktionen passieren. Dazu hat das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung 2021 in einem Urteil verdonnert. Klimaschutz darf demnach aus Gründen der Generationengerechtigkeit nicht auf den Zeitraum nach 2030 verschoben werden, sondern muss bereits jetzt passieren. Das ist also unvermeidbar. Deutschland hat sich dazu auch als EU-Mitglied und Unterzeichner des Pariser Klimaschutzabkommens verpflichtet, wobei man draus theoretisch wieder aussteigen könnte, wie die USA unter Donald Trump vormachen.

Der vorgeschriebene Klimaschutz bedeutet, dass eine neue Bundesregierung an vielen im Internet oft kontrovers diskutierten Entwicklungen nichts ändern kann. Der Wandel vom Verbrenner hin zum Elektroauto wird passieren, auch wenn Deutschland ihn nicht aktiv unterstützt. Das EU-Verbrenneraus ab 2035 steht. Das Gebäudeenergiegesetz der Ampel könnte eine neue Regierung zwar kippen, sie müsste dann aber einen neuen Fahrplan aufstellen, mit dem bis 2045 Klimaneutralität in allen Gebäuden erreicht wird. Dass in Zukunft noch Öl- und Erdgasheizungen verbaut werden, ist so gut wie ausgeschlossen. Auch der Kohleausstieg ist bereits beschlossen und angelaufen und nur sehr schwer wieder umkehrbar. In diesem Sinne müssen also neue Energiequellen gefunden werden – und da setzt die Welt mittlerweile überwiegend auf Wind und Solar. 2025 werden die beiden Quellen erstmals mehr Strom auf der Welt produzieren als Kohle, sagt die Internationale Energie-Agentur IEA, 2026 werden sie dann Atomkraft überholen.

Quelle: FOCUS Online – „Klima, Bürgergeld, Rente: Diese 6 Dinge passieren, egal, wer die Wahl gewinnt“